Was isst Du eigentlich so den ganzen Tag?

Was isst Du eigentlich so den ganzen Tag?

Was isst Du eigentlich so den ganzen Tag? - Beatrice Winkel
Was isst Du eigentlich so den ganzen Tag?

 

Die häufigste Frage, die ich gestellt bekomme, ist: „Wie schaffe ich es mein Essverhalten zu verändern?“

 

Auf einigen Ratgeberseiten steht dann oft „Setze Dir erreichbare Ziele und gehe die Extrameile.“

 

Nun, dass kann bei ein paar Menschen gut funktionieren. Bei mir ist diese Herangehensweise jedoch schädlich, denn ich erreiche meine Ziele so nicht. Ich persönlich gehe einen Schritt zurück und kümmere mich erst einmal um meine Basis.

 

Die essentielle Basis, um all meine Ziele zu erreichen, ist herauszufinden, wie denn der aktuelle Stand ist. Das bedeutet beim Beispiel des Essverhaltens: „Wie ist denn Dein aktuelles Essverhalten?“ bzw. „Was isst Du zurzeit?“

 

Schließlich kannst Du erst etwas verändern, wenn Du weißt wo Du jetzt stehst. Anschließend wählst Du das Ziel, entscheidest Dich für einen bestimmten Weg und gehst ihn dann auch Schritt für Schritt.

 

Ähnlich wie bei einem Städtetripp: Du weißt wo Dein Hotel ist (Dein aktueller Standort), weißt welche Sehenswürdigkeiten Du Dir anschauen möchtest (Du wählst Dein/e Ziel/e), nimmst die Landkarte oder das Navi zur Hand (wählst den Weg) und dann gehst Du Schritt für Schritt Deinen ausgewählten Weg.

 

Bei der Ernährung möchten wir aber allzu oft gleich mit dem Gehen und dem Zielerreichen beginnen. Schließlich weißt Du doch eh schon alles über Dein aktuelles Essverhalten! Genau deshalb willst Du ja was ändern!

 

Doch halt!

 

Weißt Du wirklich schon alles? Oder glaubst Du nur zu wissen, was Du so den ganzen Tag isst? Wir Menschen sind schließlich die absoluten Meister im Verdrängen von unliebsamen Sachen und Nicht-Hinschauen-wollen bei „doofen“ Gewohnheiten.

 

Wenn Du aber nicht genau weißt, wo Du gerade stehst, wie kannst Du dann den für Dich passenden Weg wählen? Das Navi braucht schließlich auch immer Deinen (richtigen) aktuellen Standort und das gewünschte Ziel, um Dir den besten Weg zeigen zu können.

 

Ja ich weiß. Sein eigenes Verhalten zu betrachten ist doch schon manches Mal etwas unbequem. Genau deshalb fällt es uns ja auch so unsagbar schwer richtig hinzuschauen. Und genau deshalb nutzen wir die „Ausrede“, dass wir doch eh schon alles wissen und wollen gleich mit dem Zielerreichen beginnen.

 

Ein Beispiel: Im neuen Selbstlernkurs ist dem Entdecken Deines aktuellen Standes (Was isst Du zurzeit?) ein ganzes Kapitel mit vielen Übungen gewidmet. So kannst Du jeden Aspekt Deiner aktuellen Ernährung ehrlich herausfinden und viele interessante AHA-Momente erleben. Diese Erkenntnisse helfen Dir Dich besser zu verstehen und öffnen Dir die Augen über Dein wirkliches aktuelles Essverhalten. Oft ist es nicht so gut / so schlecht, wie wir immer meinen. Doch diese Ehrlichkeit tut oft weh. Manchmal tut es so sehr weh, dass sich manche Kursteilnehmer nicht trauen hinzuschauen.

 

Dieses Nicht-Hinschauen-können äußert sich oft auf eigenartiger Weise. Irgendwie vergessen die Kursteilnehmer entweder ihre Unterlagen Zuhause und können sie dann schließlich nicht unterwegs ausfüllen, oder sie haben keinen Stift zur Hand oder sie sind abends einfach zu müde und können sich dann kaum noch daran erinnern, was sie den ganzen Tag gegessen haben oder können vor lauter Müdigkeit den Stift kaum noch halten…

 

Na? Kommt Dir sicherlich auch irgendwie bekannt vor, oder? Haben wir nicht alle schon mal unter diese Art von Vergesslichkeit gelitten, wenn wir etwas für uns Unbequemes machen sollten?

 

Daher habe ich folgenden Tipp, der sowohl den Kursteilnehmern, aber auch Dir hilft:

 

Mach Fotos von allem, was Du gerade isst!

 

Ganz einfach!

 

Ich kenne mittlerweile keinen einzigen Menschen mehr, der nicht ein Smartphone mit Kamerafunktion bei sich hat. Also bevor Du Dir die Leckerei in den Mund steckst, mach ein Foto davon. Mehr nicht.

 

Dies machst Du über eine oder zwei Wochen. Erst dann schaust Du Dir die ganzen Fotos mal an. Du kannst sie Dir einfach nur anschauen (allein dabei gibt so einige AHA-Momente) oder Du kannst sie nach Themen sortieren, beispielsweise nach Gemüse, Obst, Süßigkeiten, Snacks, Frühstück, etc. Im Selbstlernkurs werden zwar noch ein paar andere Sachen mit diesen Ergebnissen gemacht ABER allein das Visualisieren Deines ganz persönlichen Essverhaltens ist ein großer Augenöffner.

 

Und falls Dir jetzt auch noch die Ausrede einfällt „Aber ab und zu vergesse ich mein Smartphone.“ Folgender Tipp: Selbst wenn Du Dein Smartphone mal nicht zur Hand hast, eine Person aus Deiner unmittelbaren Umgebung hat seins definitiv dabei. Diese Person kann dann für Dich ein Foto machen und es Dir emailen oder per irgendeiner Messengerfunktion schicken.

 

Oder die Ausrede „Aber was mache ich denn, wenn ich es schon gegessen habe und vorher vergessen habe ein Foto zu machen?“ Dann mach ein Foto von der Verpackung oder ein Foto von dem Teil, der noch nicht gegessen wurde oder such Dir ein entsprechendes Bild der Leckerei in einer Suchmaschine und speichere dieses Bild ab.

 

Keine Ausrede mehr 😉

 

Mach einfach die Fotos und denk nicht weiter drüber nach. Erst ganz zum Schluss (also nach ein oder zwei Wochen) brauchst Du darüber nachdenken. Mehr nicht 😉

 

Ich wünsche Dir nun viel Spaß beim Essen und Fotos machen.

 

Denk dran, Du darfst immer und zu jeder Zeit so essen, wie Du es brauchst und nicht, wie es irgendwelche Ernährungsgurus erzählen. Du brauchst auch nur das zu verändern, was Du verändern möchtest. Nicht was andere sagen, was Du bei Deinem Essen zu verändern hast. Also sei ehrlich zu Dir selbst und mach von allem, was Du isst Fotos 😉

 

Genieße Dich und Dein Essen.

 

Herzliche Grüße

Bea

 

P.S.: Falls Du doch Lust hast am Ende der Fotostrecke ein wenig mehr herauszufinden, dann kannst Du Dir den ersten Teil des erwähnten Selbstlernkurses kostenlos herunterladen. Hier erfährst Du mehr dazu: Klick!

 

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